Samstag, 2. April 

 

Es ist soweit, ich löse mein Geburtstagsgeschenk von Euch ein.

 

Ehe wir aber in die Stadthalle einziehen sollten, hieß es, sich ordentlich stärken.

In der Ratsstube war ein Tisch für uns reserviert und wir fanden eine sehr nette männliche Bedienung vor. Da hat schon das Bestellen Spaß gemacht, denn er betonte immer, dass er uns in Nichts hineinrede und wir ruhig viel bestellen sollten. Wir haben ein ausgezeichnetes Essen genossen, denn, ich nehme an es war der Wirt, war er genau informiert, dass wir noch in die Stadthalle wollten.

Zeitlich war das Essen, trotz zusätzlicher Bedienung einer Gesellschaft, schnell am Platz und wir hatten genug Zeit und Muße es auch zu genießen.

 

Pünktlich waren wir dann zur Stelle, Reihe 4, Platz 71+72. Die Bestuhlung (sie sollte uns den ganzen Abend beschäftigen) und das vermeintlich karge Bühnenbild ließen uns erst einmal skeptisch sein.

Hier hat der erste Eindruck getäuscht.

Das Bühnenbild änderte sich ständig durch die verschiedenen farblichen Anstrahlungen, durch Lichteffekte und wenige Accessoires. Hier kann man sagen, dass weniger doch mehr ist.

 

Jetzt zur Veranstaltung überhaupt.

Musical-Hits live gesungen.

Es erwarteten uns Melodien aus uns zum Teil bekannten und unbekannten Musicals (und ich dachte immer, ich kenne viele).

Die Sänger waren ganz große Klasse. Sie haben wunderbar gesungen, sehr ausdrucksvolle Stimmen und von den Tänzern teilweise nur durch das Mikrofon zu unterscheiden.

Ebenso die Tänzer, die nicht nur durch ihr Ballett sondern auch durch Chorgesang bestachen.

Bei dem Titel „Schafft die Männer ran“ aus dem Musical „Jekyll & Hyde“ taten das die Tänzerinnen auch. Und schwups, war Werner auf der Bühne. Er hat tapfer gelächelt und bei der Kick- Line ein ordentliches Bild abgegeben.

 

Fast drei Stunden vergingen wie im Fluge, lediglich die Stühle haben uns verraten, dass wir doch längere Zeit darauf saßen.

 

Alles in allem, es war ein wunderbarer Abend, an den ich mich noch lange erinnern werden.

 

Vielen Dank nochmals für dieses Geschenk.

  1. Ernstthaler Line Dance Wettbewerb

28. Mai 2011

 

Die Einladung kam im November 2010.

 

Schon bald war klar, daran nehmen wir teil.

 

Einmarsch, ein Tanz und Ausmarsch sollte gezeigt werden, 8-10 Teilnehmer und 10 Minuten Darbietung, das waren die Vorgaben.

Eine Jury sollte Musik, Choreographie, Synchronität und Gesamteindruck bewerten.

 

Welche Tänze zeigen wir also und wie bringen wir alles zusammen, daß es auch gut wirkt.

Und das Wichtigste, wer nimmt teil.

Zwölf Mutige hatten sich sofort eingetragen.

Das ließ sich gut an und ich ging voller Optimismus ans Werk.

 

Schon bald hatte ich ein paar Titel gefunden, die aber in ihrer Gesamtheit die Vorgabe von 10 Minuten überstiegen.

Einen weglassen oder versuchen, die Titel zu kürzen?!

Das eine wollte ich nicht, das andere konnte ich nicht. Aber es mußte doch eine Möglichkeit geben, also Internet durchsuchen.

Ich fand ein Programm und ging ans Werk. Nach einigen Versuchen und Fehlversuchen hatte ich die Titel abgeschnitten, die ich dann mit „Schüssen“ zusammenfügte.

 

Soweit so gut. Dann kam Romy mit einem Video an. Schaut mal diesen Tanz, ist der nicht besonders schön.

Galway Girls – ich fing sofort Feuer – der muß noch mit ins Programm.

Und gleich ging es los und wir übten fleißig.

 

Bei der Aufzählung über Tänze und Musik habe ich ganz die Teilnehmer bei meiner Beschreibung vergessen.

Sabine sprang als erste ab und hat sich seitdem nicht mehr beim Training sehen lassen. Nicole wurde krank und Kerstin konnte das Training zeitmäßig nicht einrichten. Neun Teilnehmer – hoffentlich wird keiner weiter krank.

 

Viele Übungstage, einige Liter Schweiß und andere Vorkommnisse später war ein ansprechendes Medley fertig.

Wir probten und feilten noch am Gesamtbild und waren schließlich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Ich brannte die Auftritts-CD.

 

24. Mai

Ein Anruf von Michael Busch (Wilde Horde): Der Moderator hat abgesagt, er wird die Moderation und das Abspielen der Musiktitel übernehmen. Aber es muß alles auf einem Stick sein, eine CD läuft nicht auf seinem Laptop.

Kein Problem, ich nummerierte die Titel und zog alles auf einen Stick.

 

27. Mai

Am Freitag viel mir ein, dass ich doch die mp3’s zusammenfügen könne (damit auf dem Stick nichts durcheinanderkommt), auch dafür gibt es ein Programm im Internet.

Jetzt könnte ich noch eine Stunde schreiben, ich will es aber kurz machen – es funktionierte nichts. Die Schüsse waren weg oder hörten sich an als ob man Blechdeckel aufeinanderschlägt.

Meine Nerven lagen blank.

 

28. Mai

Am Sonnabend früh half mir Michael, holte den Stick und brachte unsere Musik zum Laufen.

Was sich hier so locker liest, dauerte einige Stunden Computerarbeit und eine äußerst unruhige Nacht lang.

 

13.30 Uhr

Noch eine kurze Zusammenkunft bei uns, eine letzte Probe und auf nach Hohenstein-Ernstthal.

 

15.00 Uhr

Alles ging gut, die Musik hat genau das gespielt was sie auch sollte, der Auftritt war schon fast vorbei, da sahen die Schritte plötzlich nicht mehr so synchron aus…

Das wird der letzte Platz!!!!!

Alle danach tanzenden Gruppen waren auf einmal besser, auch wenn sie Fehler machten.

Ich war traurig. Wir hatten doch intensiv trainiert.

Was soll’s, dann sind wir eben die letzten.

 

Preisverleihung

Die letzten waren wir nicht.

Als wir bei Platz sechs immer noch nicht aufgerufen wurden, war ich der Meinung, wir wurden vergessen.

Platz vier, immer noch nicht wir, also doch vergessen. Mir wurde ganz mulmig und Esther meinte, ich solle ja nicht heulen (sie konnte nicht wissen, was in mir vorging).

 

Platz drei – Crazy Boots.

 

Das gibt es doch gar nicht, doch wir und nicht vergessen.

 

Werner musste den Preis entgegennehmen weil mir die Bühne zu hoch erschien. Ich hatte Angst zu stolpern.

 

Dann war noch Livemusik angesagt.

Viele bekannte Titel, die wir auch mittanzen konnten spielten Ramona und Hannes. Und als ob sie uns noch ein Geschenk machen wollten – Galway Girls.

 

So, jetzt habe ich genug geschrieben. Vielleicht fällt mir noch was ein, dann ergänze ich.

 

Da ist sie schon, die Ergänzung.

Ich muß noch die Frage beantworten, ob ich mich denn gar nicht freuen würde.

Natürlich freue ich mich riesig, der 3. Platz, das ist doch ein tolles Ergebnis.

 

Etwas erkläre ich Euch noch dazu.

Stellt Euch vor, Ihr wollt mit Eurem Partner ins Kino gehen und habt einen Film herausgesucht. Schon seit Tagen steht das fest.

Auf dem Weg ins Kino wird aber vom Partner ein anderer Film favorisiert. Trotz aller Gespräche gibt er nicht nach. In Dir steigt jetzt die kalte Wut hoch. Nach Hause gehen oder zähneknirschend mit den anderen Film ansehen. Im Kino kauft er dann doch die Karten für den Wunschfilm. Warum kann man sich in diesem Moment nicht freuen?!

Uns so ähnlich ging es mir bei der Preisverleihung. Ich war einfach überrumpelt, dass wir es doch geschafft hatten.

 

Jetzt dürfen wir feiern.

 

Und noch was:

Wir dürfen am 12. August beim Bergfest in Hohenstein-Ernstthal als Vorgruppe bei Jonny Hill mittanzen.

 

Hier die Reaktionen auf unseren 3. Platz

8. Juni

Liebe Crazy Boots

herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz!!! Weiter so!
Penzberg freut sich mit euch und wir freuen uns schon darauf mal wieder gemeinsam mit euch die Boots qualmen zu lassen.

Liebe Grüße
Max,Yolanda & die Redpinto Linedancer

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8. Juni

Hallo Ihr,
ich gratuliere Euch ganz herzlich zum 3. Platz.
Habe mich riesig für Euch gefreut. Ich wünsche Euch weiterhin viele Erfolge. Ich schaue immer mal auf der Web vorbei. Tanze ab und zu mal mit meinem Enkel Tänze nach, die ich noch aus Anfangszeiten kenne. Viele liebe Grüße und macht weiter so!!!! Elke

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30. Mai

Hallo, ich habe endlich wieder richtig geschlafen. Mir war ganz schlecht bei der Preisverleihung. Beim 6. Platz waren wir immer noch nicht dabei, da habe ich angefangen zu schlucken. 5. immer noch nicht wir,4. wir auch nicht. Hilfe wir sind 3., da kullerten doch paar Tränen.

Jojo

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29. Mai

Herzlichen Glückwünsch zum 3. Platz.
Liebe Grüße & Spaß morgen beim Tanzen Ines

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28. Mai

Ganz herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz.
Es freut mich, dass sich somit Eure Mühe, Euer Aufwand, Eure Aufregung doch gelohnt haben.
Viele Grüße von Simone

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